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Phyto- und Komplementärmedizin

Mittwoch, 18. April 2018, 9.15 - 18.00 Uhr
Zentrum für Lehre und Forschung, Universitätsspital Basel

Link >> Offizielles Programm

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Moderation:
Prof. Dr. med. Jürgen Drewe
Senior Manager R&D, Max Zeller Söhne AG

pharmaSuisse FPH Kreditpunkte:
50 Punkte

Zahlung:
Die Einzahlung gilt als definitive Anmeldung.

Die Zahlung bitte im Voraus auf das Postcheckkonto IBAN CH96 0900 0000 4054 2398 3 der Pharmazeutischen Gesellschaft Basel überweisen.

Teilnahmegebühr:
CHF 130.-- für Frühzahler (bis 13. April 2018)
CHF 160.-- für Spätzahler (ab 14. April 2018)
CHF 160.-- für Nichtmitglieder

Inklusive Lunch, Pausenverpflegung und Veranstaltungsdokumentation


Link >> zur Anmeldung zur Tagung


Abmeldung:
Sollte trotz ein/e bereits angemeldete/r Kollege/in nicht an der Tagung teilnehmen können, wird die Pharmazeutische Gesellschaft je nach Datum der Abmeldung ein Anteil der Einzahlung zurück erstatten.

90 %  2 Wochen vor der Tagung
50 %  1 Woche vor der Tagung

Auskünfte erteilt Ihnen gerne:
Sekretariat Frau Sandra Holmegaard
Telefon 076 321 65 68 (nur nachmittags)
oder per Email an sandra.holmegaard@pgbs.org





Programm der Tagung:

09.15 Uhr
Dr. Benoite Kaeser
Präsidentin Pharmazeutische Gesellschaft Basel
Begrüssung


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09.20 Uhr
Prof. Dr. Jürgen Drewe
Senior Manager R&D, Max Zeller Söhne AG, Romanshorn

Einführung in die Thematik und das Programm

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09.30 Uhr
PD Dr. Olivier Potterat
Oberassistent, Departement Pharmazeutische Biologie, Universität Basel

Pflanzen in der modernen Arzneimittelforschung:
Von neuen Leitstrukturen hin zu standardisierten Phytopharmaka
Pflanzen spielen in der Arzneimittelforschung weiterhin eine bedeutende Rolle, sowohl als Quellen von Leitstrukturen als auch als Ausgangsmaterial für Phytopharmaka. Beispiele von Leitstrukturen aus Pflanzen, die in letzter Zeit zu neuen Medikamenten geführt haben, wie z.B. das Phlorizin bei der Entwicklung der SGLT2 Inhibitoren in der Behandlung von Diabetes Typ II, werden erläutert. Ausserdem werden neue Ansätze für eine effiziente Suche nach pflanzlichen Wirkstoffen präsentiert. Zu den Phytopharmaka, die komplexe Gemische aus Sekundärmetaboliten darstellen, werden aktuelle Methoden für deren Authentifizierung und Standardisierung gezeigt. Ein weiteres Thema wird die besondere Problematik der Phytoaequivalenz sein.

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10.15  Uhr
Pause

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10.45 Uhr
Dr. Marco Würsch
Marketing- und Verkaufsleiter, Schwabe Pharma AG OTC, Küssnacht am Rigi

Lavendelöl bei innerer Unruhe und Ängstlichkeit

Auch wenn die heute zur Verfügung stehenden medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten für Angsterkrankungen generell gut wirksam und verträglich sind, sind wir im Alltag mit erheblichen Problemen der Therapieakzeptanz und der Compliance konfrontiert. Dies ist begründet in Nebenwirkungen wie etwa Abhängigkeit, Gewichtszunahme, sexuelle Dysfunktion oder Tagesmüdigkeit auf der einen Seite, auf der anderen Seite bestehen aber auch bei vielen Patienten grundsätzliche Vorbehalte gegenüber psychopharmakologischen Therapien. Das orale Lavendelöl-Präparat Lasea® mit dem Wirkstoff Silexan® eröffnet eine neue und vielversprechende Therapieoption bei Patienten mit Angstsymptomen. Die klinische Wirksamkeit ist durch Studien gegenüber Benzodiazepinen, SSRIs und Placebo gezeigt worden. Neben klinischen Studien werden im Referat auch der molekulare Wirkmechanismus sowie die pharmakologischen Eigenschaften zusammen mit dem Interaktions- und Sicherheitsprofil von Silexan® vorgestellt.


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11.30 Uhr
Dr. sc. nat. Beatrix Falch
Vizepräsidentin SMGP, Apothekerin mit Fähigkeitsausweis FPH/SMGP in Phytotherapie
Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP), Zürich

Möglichkeiten und Grenzen der Komplementärmedizin
Verschiedene Umfragen zeigen immer wieder, dass ein Grossteil der Patienten komplementärmedizinisch behandelt werden möchte. Warum es sinnvoll ist, diesem Wunsch nachzukommen, wird im Vortrag aufgezeigt. Es werden die therapeutischen Konzepte der Phytotherapie, Anthroposophie, Homöopathie, Spagyrik, Gemmotherapie, orthomolekulare Medizin - um nur eine Auswahl zu nennen - dem naturwissenschaftlichen Konzept der sogenannten Schulmedizin gegenübergestellt. Es wird an Beispielen aufgezeigt, in welchen gesundheitlichen Situationen die Komplementärmedizin alleine oder in Kombination mit der Schulmedizin nicht nur eingesetzt werden kann, sondern auch eingesetzt werden soll.


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12.15 Uhr
Prof. Dr. Kurt E. Hersberger
Pharmaceutical Care Research Group, Universität Basel
Apotheke Hersberger am Spalebärg, Basel

Dr. Beatrix Falch
Vizepräsidentin SMGP, Apothekerin mit Fähigkeitsausweis FPH/SMGP in Phytotherapie
Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP), Zürich

Interaktives Kolloquium

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12.45 Uhr
Mittagessen

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14.00 Uhr

Dr. Karin Berger Büter
Leitung F&E, breeding botanicals international AG, Uttwil

Funktionelle gastrointestinale Beschwerden
Funktionelle gastrointestinale Dysfunktionen wie das Reizdarmsyndrom (Reizdarm, irritable bowel syndrome, Colon irritabile) und die funktionelle Dyspepsie (Reizmagen) machen bis zu 50 % aller Konsultationen bei Gastroenterologen aus; 15 - 30 % der Bevölkerung sind davon betroffen. Die Diagnostik der funktionellen gastrointestinalen Erkranungen sowie die Wahl der passenden Therapieverfahren sind komplex.
Im Vortrag werden verschiedene Phytotherapeutika mit unterschiedlicher klinischer Evidenz zur Behandlung des Reizdarms und Reizmagens vorgestellt. Der Fokus wird auf dem Multikomponenten-Präparat STW5 (Iberogast®) liegen.


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14.45 Uhr
Dr. rer. nat. Uwe Peters
Abteilungsleiter Wissenschaftliche Kommunikation und Vorstand des Arbeitskreises für Mikrobiologische Therapie e.V., Herborn

Darmkur

Der Darm ist das Zentrum der Gesundheit. Hier entscheidet sich, ob und welche Nährstoffe wir aufnehmen, hier werden wichtige Weichen für das Immunsystem gestellt und viele Botenstoffe für unser Wohlbefinden bereitgestellt...

Die Lebensgemeinschaft unserer Darmbakterien entscheidet, ob der Darm seine Rolle als Zentrum der Gesundheit wahrnehmen kann, oder der alte Spruch von Paracelsus zutrifft der bemerkte „der Tod sitzt im Darm“.  In der Tat wissen wir heute, dass ein falsch zusammengesetzte Gemeinschaft von Darmbakterien die Dichtheit der Darmbarriere verändern kann (Leaky gut) oder Oberflächenstrukturen der Bakterien (Endotoxine) Silent-Inflammation-Prozesse im ganzen Organismus auslösen können. Bakterientoxine sind extrem leberbelastend und wirken sich auf die Regulationsfähigkeit von Immunsystem und Neurotransmittern aus.

Wir kennen ein paar zentrale Bakterien, die zur sog Kernbesiedlung gehören und die wir mit den Methoden der mikrobiologischen Therapie beeinflussen können. Arzneimitteln, die „Immunbakterien“ enthalten, setzen regulative Impulse, die bei Allergien, chronischen Infekten sowie entzündlichen Erkrankungen hilfreich sind. Das klassischen Schema der Mikrobiologischen Therapie sollte bei allen Erkrankungen des Formenkreises Metabolisches Syndrom gegeben werden. Zudem können wir wichtige Gruppen der Protektivbakterien substituieren und so das Darmmilieu stabilisieren. Weiterhin können wir Bakterien gezielt ernähren und so dazu beitragen das natürlich Gleichgewicht der bakteriellen Darmbesiedlung wiederherzustellen. Eine ergänzende Maßnahme stellt die Abbindung von unerwünschten Stoffwechselprodukten der proteolytischen Bakterien dar, die neben einer erheblichen Leberbelastung auch dafür verantwortlich sind, dass eine natürliche Regeneration des „Biofiloms“ erschwert ist.

Wichtige Maßnahmen, die dem Organismus helfen wieder gesund zu werden, oder die Progredienz von Erkrankungen zu stoppen oder zumindest erheblich zu verlangsamen.

Der Vortrag wird die wichtigsten Prinzipien aufzeigen.

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15.30 Uhr
Pause

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16.00 Uhr
Dr. Karin Krämer
Apothekerin, Berufsfachschule für pharmazeutisch-technische Assistenten München

Harnwegsinfekt - Es muss nichtt immer ein Antibiotikum sein

Mehr als die Hälfte aller Frauen leiden mindestens einmal im Leben an einer Infektion der Harnwege. In bestimmten Fällen ist eine Selbstmedikation möglich, bei der neben Analgetika Phytopharmaka oder Arzneimittel der Alternativmedizin eingesetzt werden können. Der Vortrag gibt Aufschluss über Möglichkeiten und Grenzen der Selbstmedikation, die Wirkung der Präparate und weitere unterstützende Massnahmen.

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16.40 Uhr
Prof. Dr. med. Jürgen Drewe
Senior Manager R&D, Max Zeller Soehne AG, Romanshorn

Cimicifuga - ein Update
Traubensilberkerzen (Cimicifuga racemosa) Extrakte stellen eine akzeptierte Behandlung von perimenopasalen Beschwerden dar und werden in der Schweiz in dieser Indikation häufiger als Hormonpräparate an betroffene Fragen verkauft. Diese Extrakte haben keine östrogene Wirkungskomponente und stellen deshalb eine sichere Alternative für Frauen in der Menopause dar, die das Risiko einer Brustkrebsentwicklung wie bei der Hormonersatztherapie vermeiden möchten. Im Vortrag wird die klinische Wirksamkeit dargestellt und über neue Befunde zum möglichen Wirkungsmechanismus berichtet. Schliesslich wird diskutiert, wie diese Befunde möglicherweis für zukünftig (andere) Anwendungen von Cimicifuga Extrakten nutzbar gemacht werden können.


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17.20 Uhr
Prof. Dr. Kurt E. Hersberger
Pharmaceutical Care Research Group, Universität Basel
Apotheke Hersberger am Spalebärg, Basel

Dr. Beatrix Falch
Vizepräsidentin SMGP, Apothekerin mit Fähigkeitsausweis FPH/SMGP in Phytotherapie
Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP), Zürich

Interaktives Kolloquium

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17.45 Uhr
Dr. Benoite Kaeser
Präsidentin Pharmazeutische Gesellschaft Basel

Schlusswort und Verdankung




Wir danken herzlich für die Unterstützung der Tagung durch:















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